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Hesse-Haus

Hermann Hesse in Gaienhofen

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Das Hesse Haus

Schräg gegenüber von Höri-Museum und Mauritiuskapelle liegt das alte Bauernhaus, das Hermann Hesse von 1904 - 1907 für seine Familie mietete, bevor er sich 1907 von dem Architekten Hans Hindermann ein eigenes Haus im „Erlenloh“ erbauen ließ. Seit 1993 ist das erste Wohnhaus Hesses für die Öffentlichkeit zugänglich. 1783 zum erstmals urkundlich erwähnt, diente ein Teil des Hauses dem Dichter als Wohnstatt, während Scheuer und Stallungen weiterhin von einem Bauern genutzt wurden. Die Wohnverhältnisse waren alles andere als luxuriös:

„ ... Es hat auch keine Wasserleitung, so daß ich alles Wasser am Brunnen hole, keine Handwerker, so daß ich die nötigen Reparaturen am Haus selber machen muß, und keinen Metzger, also hole ich Fleisch, Wurst etc. jeweils im Boot über den See aus dem nächsten thurgauischen Städtchen ....“

Aus einem Brief vom 11.9.1904 an Stefan Zweig

Im ehemaligen Wohnzimmer und dem daneben liegenden Musikzimmer werden heute Sonderausstellungen gezeigt. 1905 wurde dem Ehepaar Hesse der erste Sohn, Bruno, geboren.

Eine Besonderheit des Hermann-Hesse-Hauses stellt der Schreibtisch des Dichters dar, der seit 1995 wieder seinen Platz im Arbeitszimmer hat. Ursprünglich für exakt diesen Raum konzipiert, begleitete der Tisch, auf dem ein nobelpreisgekröntes Werk entstanden ist, den Schriftsteller fast sechzig Jahre lang von Gaienhofen zunächst nach Bern und dann nach Montagnola.