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Hermann Hesse 1877 - 1962 2. Juli: Hermann Hesse wird in Calw (Württemberg) als zweites Kind von Johannes Hesse und dessen Frau Marie, geborene Gundert geboren. Die väterliche Familie ist baltendeutscher, die mütterliche schwäbisch-schweizerischer Herkunft. Der Vater, ein ausgebildeter Missionar, ist nach kurzer missionarischer Tätigkeit in Indien als Gehilfe Hermann Gunderts, seines Schwiegervaters, im Calwer Verlagsverein tätig. Basel: Johannes Hesse ist Lehrer am dortigen Missionarshaus. Rückkehr der Familie nach Calw Besuch der Lateinschule in Göppingen Seminarist im evangelisch-theologischen Seminar im Kloster Maulbronn März: Flucht aus dem Seminar – ab Mai: Aufenthalt in verschiedenen Anstalten (Bad Boll, Stetten im Remstal, Basel) Besuch des Gymnasiums in Bad Cannstatt Beschäftigung als Gehilfe des Vaters nach dem Scheitern einer Buchhändlerlehre in Eßlingen Mechanikerlehre in der Turmuhrenfabrik Perrot in Calw Sortimentsgehilfe bei Heckenhauer Romantische Lieder. Eine Stunde hinter Mitternacht. Buchhändler und Antiquar in Basel. Reisen durch die Schweiz. Erste Italienreise (Florenz, Ravenna, Venedig). Hinterlassene Schriften und Gedichte von Hermann Lauscher.
Tod der Mutter, Gedichte. Peter Camenzind, großer Erfolg, erster Ruhm. Eheschließung mit Maria Bernoulli.
Gaienhofen am Bodensee. Freier Schriftsteller und Mitarbeiter an zahlreichen Zeitschriften („Simplicissimus“, „Rheinland“, „Neue Rundschau“, u.a.).Italienreise. Freundschaft mit dem Schriftsteller Ludwig Finckh, dem Komponisten Othmar Schoeck und den Malern Max Bucherer, Otto Blümel u.a. Bau eines eigenen Hauses in Gaienhofen. Diesseits. Mitherausgeber der Zeitschrift „März“ Geburt des Sohnes Heiner. Besuch bei Wilhelm Raabe in Ravensburg. Unterwegs. Geburt des Sohnes Martin. Reise nach Indien mit dem Maler Hans Sturzenegger. Verkauf des Gaienhofener Hauses. Bern. Hesse bewohnt das Haus des verstorbenen Malers Welti. Freundschaft mit Romain Rolland. Tätigkeit in der „Deutschen Gefangenenfürsorge Bern“. Herausgeber des „Sonntagsboten für die deutschen Kriegsgefangenen“ (1916-19), Mitherausgeber der „Deutschen Interniertenzeitung“ (1916-17), und der „Bücherei für deutsche Kriegsgefangene“ (1918-19) Knulp. Am Weg. Musik des Einsamen. Tod des Vaters. Erste Krankheit der Frau und des Sohnes Martin. Kuraufenthalt in der Nähe von Luzern. Schön ist die Jugend.
Demian – zunächst unter dem Pseudonym „Emil Sinclair“ veröffentlicht. Rückgabe des „Sinclair“ verliehenen Fontane-Preises. Kleiner Garten. Märchen. Zarathustras Wiederkehr.
Mitherausgabe der Zeitschrift „Vivos voco“. Übersiedlung von Bern nach Montagnola (Tessin) ohne die Familie. Wohnung in der Casa Camuzzi in Montagnola. Erste malerische Betätigung. Gedichte des Malers. Klingsors letzter Sommer. Wanderung. Blick ins Chaos. Freundschaft mit Emmy und Hugo Ball.
Sinclairs Notizbuch. Hesse wird Schweizer Staatsbürger. Seit dem Frühjahr regelmäßige Kuraufenthalte in Baden bei Zürich. Scheidung der Ehe mit Maria Bernoulli. Eheschließung mit Ruth Wenger Während des Winters wohnt Hesse jeweils in Zürich. Bilderbuch. Aufnahme in die Preußische Dichterakademie. Die Nürnberger Reise. Der Steppenwolf. Erste Hesse-Biografie (von Hugo Ball) zum 50. Geburtstag. Scheidung der Ehe mit Ruth Wenger.
Trost der Nacht. Eine Bibliothek der Weltliteratur. Narziß und Goldmund. Austritt aus der Preußischen Dichterakademie. November: Eheschließung mit Ninon Dolbin, geb. Ausländer. Einzug in ein neues Haus am Rande von Montagnola, das Hans C. Bodmer für Hesse bauen ließ und ihm auf Lebenszeit zur Verfügung stellte. Erste Arbeit am Glasperlenspiel. Stunden im Garten. Gottfried-Keller-Preis. Gedenkblätter. Neue Gedichte. Frankfurter Goethe-Preis. Literatur-Nobelpreis. Dank an Goethe. Krieg und Frieden. Ehrendoktor der Universität Bern. Gesammelte Dichtungen, 6 Bde.. Friedenspreis des deutschen Buchhandels. Aufnahme in die Friedensklasse des Ordens Pour le mérite. Beschwörungen. Gesammelte Schriften, 7 Bde.. 9. August: Tod Hermann Hesses in Montagnola.  |
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